Gestern Abend erstrahlte das Gewerbemuseum Winterthur in neuem Glanz: Die Fashion Show der STF präsentierte die kreativen Arbeiten ihrer Studierenden in einem einzigartigen Zusammenspiel von Mode, Kunst und gesellschaftlicher Auseinandersetzung.
Das diesjährige Projekt stand unter dem Motto «Glitzer». Sara Camenzind, Projektleiterin und Dozentin der STF, wählte die Stoffe bewusst aus bereits vorhandenen Beständen aus, um Nachhaltigkeit in den kreativen Prozess einzubringen. Ziel war es, Materialien wiederzuverwenden, die sonst vielleicht entsorgt worden wären und dadurch die Idee von Transformation und Neuinterpretation zu vermitteln. Dieser Gedanke vom Wiederverwerten und Transformieren steckt direkt im Glitzer: Er kann billig wirken, aber auch edel erscheinen – je nachdem, wie er eingesetzt wird. Gleichzeitig ermöglicht Glitzer Statements, sei es politisch, sozial oder kulturell. So wurde die Show weit mehr als Mode: Sie zeigte, wie die Studierenden gesellschaftliche Entwicklungen, Gefühle und Ideen in ihren Looks ausdrücken.
Der Abend begann um 18:30 Uhr mit einer Begrüssung durch die Direktorin des Gewerbemuseums, Dr. Susanna Kumschick und die STF-Direktorin Stephanie Witschi, gefolgt von einem Überblick über das Projekt durch Sara Camenzind. Anschliessend gaben zwei Designerinnen in kurzen Talks Einblick in ihre Inspirationen: Sie erklärten, wie sie Glitzer interpretierten, welche gesellschaftlichen, politischen und sozialen Hintergründe ihre Arbeit beeinflussten und welche Emotionen sie durch ihre Looks ausdrücken wollten.
Die darauffolgende Fashion Performance selbst präsentierte zehn Models, die insgesamt 28 Looks zeigten. Die Podeste waren in die Glitzer-Ausstellung integriert, sodass die Models wie lebendige Bestandteile der Ausstellung wirkten. Die Besucher/innen konnten die Kollektionen aus unterschiedlichen Perspektiven entdecken. Während der Show rotierten die Models, wodurch immer wieder neue Looks präsentiert und möglichst viele Arbeiten sichtbar wurden.
Der Abend klang bei einem Apéro aus, der Raum für Gespräche, Austausch und persönliche Begegnungen bot und es den Gästen ermöglichte, die Eindrücke des Abends noch einmal in Ruhe nachklingen zu lassen.
Ein herzliches Dankeschön geht zunächst an Sara Camenzind, unsere Projektleiterin und alle teilnehmenden Dozierenden, die mit viel Vision und Herzblut unsere Studierenden unterstützt haben, sodass sie ihre wunderschönen Looks verwirklichen konnten. Ebenfalls ein grosses Dankeschön an unsere Studierenden – für ihr unglaubliches Engagement, ihre Kreativität und die atemberaubenden Looks, die sie mit uns geteilt haben.
Wir danken den Gästen, die gekommen sind, um Mode als lebendige Performance zu erleben und so diesen Abend zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Ein grosser Dank gebührt auch dem Gewerbemuseum Winterthur für die inspirierende und reibungslose Zusammenarbeit während des Projekts und für die Bereitstellung ihrer Location für die Fashion Show.
Nicht zuletzt danken wir der Zürcherischen Seidenindustrie-Gesellschaft (ZSIG) und der Ostschweizerischen Stickfachschule (OSS) für die wertvolle finanzielle Unterstützung des Projekts.