Als Erich Lussi sich für das Studium Farbdesigner/in BP an der STF entschied, ging es ihm um eine bewusste Vertiefung: Er wollte Gestaltung wieder stärker in seinen Alltag holen und Farbe in ihrer ganzen Wirkung verstehen. Das Studium eröffnete ihm neue Perspektiven auf Farbe – nicht nur als Stimmungsträger, sondern als zentrales Element räumlicher Gestaltung.
Wer bist du – und was beschäftigt dich heute beruflich?
Ich heisse Erich Lussi und arbeite als Architekt aktuell an mehreren Umbauprojekten, die ich von der ersten Skizze bis zur Ausführung begleite. Dazu gehören Rustici im Tessin, der Umbau eines Wohnhauses sowie die Transformation einer alten Käserei aus dem Jahr 1900 in ein Arbeits- und Wohnhaus.
Was genau fasziniert dich an deiner Arbeit?
Die Vielseitigkeit. Ich bin vom ersten Gedankenstrich auf dem Skizzenpapier bis zum letzten Pinselstrich im Raum involviert. Besonders schätze ich den engen Austausch mit der Bauherrschaft und das gemeinsame Entwickeln und Umsetzen von Ideen.
Welche Rolle spielt Farbe dabei?
Eine zentrale. Farbe erzeugt nicht nur Stimmung, sondern beeinflusst den Raum als Ganzes – seine Wahrnehmung, Proportion und Wirkung. Diese Zusammenhänge bewusst einzusetzen, ist heute ein selbstverständlicher Teil meiner Arbeit.
Du hast Farbdesigner/in BP an der STF studiert. Was hat dich damals dazu bewogen, dieses Studium zu beginnen?
Ich wollte wieder mehr Gestaltung in meinen Alltag bringen und mich intensiv mit einem Thema auseinandersetzen, das mich schon lange begleitet.
Wie hast du das Studium an der STF erlebt?
Sehr praxisnah und gleichzeitig offen für unterschiedliche Zugänge. Besonders bereichernd war die Auseinandersetzung mit Farbe – sowohl in ihrer Reinheit als auch in ihrer Wirkung im Raum.
Was hat dich während des Studiums besonders inspiriert?
Gab es auch Herausforderungen – und wie bist du damit umgegangen?
Die grösste Herausforderung war, Studium, Arbeit und Freizeit zu vereinbaren. Mit guter Planung und einer gewissen Gelassenheit gegenüber stressigen Phasen ist mir das gut gelungen.
Was konntest du nach dem Studium direkt in deinen Alltag integrieren?
Ich habe begonnen, Farbe von Anfang an bewusst in Entwürfe einzubeziehen. Mein erster Schritt war ganz konkret: Ich habe zu Hause meinen Metalltisch gestrichen – und gemerkt, wie selbstverständlich Farbe Teil meiner Gestaltung geworden ist.
Gibt es ein Ziel oder einen Wunsch für deine Zukunft?
Ich wünsche mir, künftig noch öfter ausschliesslich für Farbkonzepte in Projekten verantwortlich zu sein.
Für wen würdest du das Studium an der STF empfehlen?
Für alle, die ein wenig mehr Farbe in ihr Leben bringen möchten.