Schon früh faszinierte Dominik Gerster die Komplexität der textilen Welt. Mit dem Studium Dipl. Textil- und Verfahrenstechniker/in HF und BSc (Hons) Textile Design & Technology an der STF vertiefte er dieses Interesse gezielt und eignete sich ein ganzheitliches Verständnis der gesamten textilen Kette an – von der Fasergewinnung bis zum fertigen Produkt. Heute nutzt er dieses Wissen als Leiter des Chemikalienlagers und in der Verfahrensentwicklung täglich, um Prozesse weiterzudenken und zu optimieren.
Dominik, was hat dein Interesse an der textilen Welt geweckt und dich dazu gebracht, diesen Weg einzuschlagen?
Mich hat schon früh fasziniert, wie vielfältig und komplex Textilien sind. Je mehr ich darüber erfahren habe, desto klarer wurde mir, dass ich nicht nur einen einzelnen Bereich verstehen wollte, sondern die gesamte textile Kette – von der Faser bis zum fertigen Produkt.
Dieses ganzheitliche Interesse hat dich schliesslich an die STF geführt. Warum hast du dich damals für dieses Studium entschieden?
Das Ausbildungsangebot der STF im Bereich Textil ist schweizweit einzigartig und ein Arbeitskollege hat mir das Studium zusätzlich empfohlen. Für mich passte es perfekt: praxisnah, tiefgehend und mit einem umfassenden Blick auf die gesamte Textilindustrie.
Wie hast du das Studium erlebt – was hat dir besonders gefallen?
Am meisten geschätzt habe ich genau diesen umfassenden Einblick in die gesamte textile Kette. Zusammenhänge zu verstehen, die über die eigene Expertise hinausgehen, war extrem wertvoll und hat meinen Horizont stark erweitert.
Gab es Momente oder Erfahrungen im Studium, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?
Natürlich die Feste – aber auch die herausfordernden Gruppenarbeiten. Gerade sie waren sehr prägend, weil man dabei gelernt hat, unterschiedliche Sichtweisen zusammenzubringen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Was hat dich während dieser Zeit besonders inspiriert?
Zu sehen, wie komplex und vielseitig die textile Kette tatsächlich ist. Dieses Verständnis hat mein Interesse immer weiter vertieft und mir gezeigt, wie wichtig vernetztes Denken in dieser Branche ist.
Ein berufsbegleitendes Studium bringt auch Herausforderungen mit sich. Was war für dich die grösste?
Ganz klar die Kombination aus Beruf, Studium und den länderübergreifenden Fahrzeiten. Ohne die Unterstützung meiner Firma wäre das kaum möglich gewesen. So habe ich aber immer wieder die Energie gefunden, dranzubleiben.
Mit etwas Abstand betrachtet: Was ist der grösste Nutzen, den du aus dem Studium gezogen hast?
Ich habe gelernt, die Vor- und Nachfolgeprozesse meiner eigenen Expertise zu verstehen. Dieses Wissen hilft mir bis heute, Zusammenhänge besser einzuordnen und fundiertere Entscheidungen zu treffen.
Wie hat sich dieses Wissen nach dem Abschluss konkret auf deinen Berufsweg ausgewirkt?
Ich konnte zeitnah in meinem Wunschbereich weiterarbeiten und Verantwortung übernehmen. Das Studium hat mir sowohl intern als auch extern ein höheres Ansehen verschafft.
Was machst du heute beruflich und wo kannst du dein Wissen einsetzen?
Ich leite aktuell das Farbstoff- und Chemikalienlager und bin zusätzlich in der Verfahrensentwicklung tätig. Dabei profitiere ich täglich von dem breiten Verständnis, das ich mir im Studium aufgebaut habe.
Was schätzt du besonders an deiner heutigen Tätigkeit?
Die Abwechslung. Meine Aufgaben verändern sich ständig und müssen sich immer wieder an neue Marktgegebenheiten anpassen – genau das macht die Arbeit spannend.
Wenn du nach vorne blickst: Was ist dein Ziel für die Zukunft?
Mich kontinuierlich weiterzuentwickeln und Prozesse laufend zu verbessern – fachlich wie auch persönlich.
Zum Abschluss: Welchen Rat gibst du Menschen, die ein ähnliches Studium in Erwägung ziehen?
Man sollte sich bewusst sein, dass das Studium viel Einsatz und Zeit erfordert. Gleichzeitig lohnt es sich absolut. Wer echtes Interesse an der gesamten textilen Kette hat und offen ist, über die eigene Expertise hinaus zu lernen, dem eröffnet dieses Studium neue Perspektiven und Chancen.